Schleife im Hirn
Es gibt so Nächte, da wache ich aus unerfindlichen Gründen auf – mit Textfragmengten und Melodien im Kopf. Und dann muss ich diese zwei, drei Zeilen wie in einer Dauerschleife vor mich hinsingen. Nein, gerne mache ich das nicht. Ich hasse das. Und weil ich diese Musikschleife im Hirn hasse, rege ich mich so über mich selbst auf – und kann über diese Aufregung nicht mehr einschlafen. Also liege ich wach, bestimmt ne halbe Stunde [was sich um 4 uhr nachts wie drei Stunden anfühlt] und singe mental vor mich hin. Ahhhhh!
Heute Nacht war es wieder soweit. Nur ich wusste nicht: Was ist das überhaupt für ein Song? Wo hast du den denn verdammt nochmal her? Eben mach ich meinen Blog auf und es fällt mir wie Schuppen vom Stern: ”… you don’t know how beautiful you are …”
Hat offensichtlich extrem lange vorgehalten, mein Musikfrühstück von gestern. Was mir in erschrechender Weise vor Ohr führt, wie perfide moderne Popmusik funktioniert. Gräbt sich wie ein Wurm in dein Hirn und du merkst es erst, wenn’s zu spät ist. Vermutlich haben die da wieder was rückwärts aufgenommen und unter die Musik gemischt. U2 machen jetzt auf Aleister Crowley. Das hörst du eine paar mal und kannst dann gar nicht anders, als in den nächsten Plattenladen laufen und dir die Platte kaufen. Werden immer perfider die Tricks der Musikindustrie. Pfui Teufel.
Das kenn ich.
U2 hatten schon immer Ohrwurmlieder, finde ich. Aber ich bin auch kein Fan.