Die Sache mit dem Strohhalm

2009 Januar 28

Auf der Homepage der Capri Sonne, die vor 40 Jahren über der Kinderwelt aufging und seither scheint und scheint und schein und scheint, findet sich ein Kapitel „So kommt Capri Sonne in die Tüte“. Viel interessanter ist aber: Wie kommt sie da wieder raus. Dies hat schon Generationen grobmotorischer Kinder Schweißperlen auf die Stirn und Tränen in die Augen getrieben. Ich bin, das gebe ich hier gerne zu, eines von ihnen.

Das Problem ist nämlich der Strohhalm. Im Zusammenspiel mit dem vorgetanztem Einschussloch am oberen Rand und etwas zu viel Druck auf die Tüte kommt es zwangsläufig zur Katastrophe: Der süße Inhalt schwappt aus dem erst glücklich platzierten Halm über vor Wut und Verzweiflung zitternde Kinderhände. Der Trick: Die Tüte einfach am oberen Rand zu halten während man den Halm einsticht. Wenn dieser Groschen fällt, ist das ein Quantensprung. Kurz darauf erkennt man, dass einem der Trunk ohnehin zu süß ist.

Für alle, denen für das richtige Platzieren die Geduld fehlt oder die schon die leidvolle Erfahrung machen mussten, zwar vermeintlich richtig eingestochen, dabei aber auch die Rückwand der Tüte perforiert zu haben – für all jene Verzweifelten ein Tipp: Tüte einfach rumdrehen und den Halm in den Boden stechen. Da kann gar nix passieren und es ist sogar ein Capri-Sonne-Auffangbecken für Grobmotoriker vorgesehen.

PS.: Sollte dieses Strohhalm-Dilemma Grund dafür sein, warum „Caps“, die neuste Getränke-Innovation aus dem Eppelheimer Hause Wild, einen Schraubverschluss hat?

  1. 2009 Januar 28

    Nicht nur „Caps“, sondern auch die neue „große“ Capri Sonne bekommt den Dreher, vermeldet unsere Tageszeitung des Vertrauens heute. Weißte, die für die grobmotorischen Heranwachsenden, damit die auch endlich ans Zuckerwasser herankommen… Ist aber alles natürlich, natürlich.

  2. 2009 Januar 28

    Oder so: Jenen Jugendlichen, die schon als Kinder mit dem original Friemel-Sonne-Zuckerwasser fett gezüchtet wurden, muss man dann zwangsläufig den Drehverschluss anbieten, weil die jungen Leute mit ihren dicken Fingern den Strohalm schon gar nicht mehr so filigran wie nötig führen können.

  3. 2009 Januar 29
    Sven Permalink

    Das heißt, Wer Capri-Sonne mag und nicht ganz so dick ist, der hat´s geschafft den Strohhalm „richtig einzusetzen“

  4. 2009 Januar 30

    Jo, so in etwa könnte man das dann wohl sehen ;-)

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